Ist die Formel 1 sicher genug?

Heute habe ich ausnahmsweise das Qualifying des morgigen Formel 1-Rennens angeschaut (zumindest in Teilen) und den Crash von Massa praktisch live mitbekommen. Der Fahrer wurde von einer Feder am Helm getroffen, die sich zuvor von einem anderen Wagen (vermutlich dem Brawn von Barrichello) gelöst hatte. Durch die enorme Geschwindigkeit beim Aufprall (ca. 200 km/h) wurde Massa wahrschinlich bewusstlos und knallte fast mit Vollgas in einen Reifenstapel. Einige Minuten lang wusste keiner was los war und ein banges Gefühl breitete sich auch über den TV-Schirm aus. Nach der Meldung, dass er wieder bei Bewusstsein sei, fing die Suche nach der Ursache an. Diese war schnell ausgemacht und dann ging es auch wieder weiter.
Was nun aber folgen wird (und auch sollte) ist wahrscheinlich eine Diskussion über die Sicherheit der Piloten. Sicherlich sind die Standards sehr hoch, doch der Motorsport bleibt gefährlich und wie man am Beispiel der GP2 sehen kann, hilft kein noch so steifer Helm gegen den Aufprall eines Reifens. Ich bin gespannt, wie sich die Formel 1 entwickeln wird. Und wann Massa wieder fahren kann.

The Eagle has landed

Heute vor 40 Jahren hat die Menschheit eine der größten Endtdeckungsreisen auf den Höhepunkt gebracht. Ich meine, die Technik damals war ja nicht so wirklich fortgeschritten (zum Beispiel deren Bordcomputer). Schon genial was man mit so wenig Rechenleistung und einem gehörigen Einsatz an Risiko schaffen kann (achja, Geld braucht man auch noch). Doch das alles ist mir jetzt egal, es gibt da nämlich geniale Bilder von der NASA direkt aus deren Fotoarchiv. Ich schreib hier jetzt nix über die Entwicklungsarbeit oder so, denn das kann man schon an zig Stellen nachlesen, das wäre ja langweilig. Aber die Bilder sind schon beeindruckend:

Armstrong neben der Landeeinheit

Armstrong neben der Landeeinheit

Die Saturn-V-Rakete

Die Saturn-V-Rakete

und hier noch mein Lieblingsphoto:

Astronaut im Spiegel

Astronaut im Spiegel

Im TV kommen heut Abend auch noch lauter Sondersendungen, mal schauen was da wirklich interessant ist. Ich finds jedenfalls super und ich freu mich schon auf richtig scharfe Bilder von den Landeplätzen der Apollo-Missionen.

Rickrolling im Alltag

Bei unserem Studientag heute in der Schule zum Thema „Musik“ wurde auch das populäre Singstar für ein kleines Turnier eingesetzt. Dass dabei der „Song“ „Never gonna give you up“ von Rick „Roll“ Astley gespielt wurde, war einigermaßen witzig (und wird als willkommener Anlass gesehen, die Funkstille hier wieder zu unterbrechen!). Aber leider kannte den Gag außer mir nur noch einer (ungebildete Jugend von heute…), trotzdem haben wir gelacht. Und nun das unvermeidliche:

(Youtube-Direktlink)

Kabelsalat vermeiden

Welcher Bastler kennt das nicht, dass sich im Laufe der Zeit zig Kabel ansammeln, die man „irgendwann vielleicht noch brauchen“ kann (und natürlich niemals wegwirft), die aber trotzdem extrem unordentlich aussehen und sich dauernd verheddern? Vor ein paar Tagen bin ich auf einen Tip gestoßen, die Kabel zusammengelegt in alten Klorollen unterzubringen. Das funktionierte aber nur teilweise, da manche Kabel einfach zu dick waren und die Rollen das sicher nicht lange mitgemacht hätten. Da schaffen ein paar alte Plastikrohrstücke Abhilfe, und schon hat man sogar mehrere Größen zur Verfügung:

sortierte Kabel

sortierte Kabel


Von links nach rechts:
Crossover-LAN-Kabel, Netzkabel, Parallelkabel, diverse Cinchkabel und ein USB-A-B-Kabel

Vielen Dank, Zensursula

Unsere geliebte Familienministerin hat geschafft, was andere vergeblich versucht haben: Das deutsche Internet mit seinen belanglosen Blogs, langweiligen Twitterern und überhaupt gegenüber den US-Leuten hinter dem Mond lebenden Web-affinen Leuten für Politik zu interessieren. Jahrelang beklagten Zeitungen und andere immer wieder mal, dass hier politisch gar nichts geht, dass Obama in den USA so stark war, weil das Internet viel wichtiger ist als in Deutschland etc. pp. Stimmt auch alles, doch die hatten den Bush. Dass sich dort Widerstand im Netz regt und der nächste Präsident deswegen gewählt wird ist zwar nicht unbedingt eine zwingende Konsequenz, doch immerhin zeigt sich der Einfluss bekannter Blogger schon eher als hier (Michael Arrington von TC kennen in den Staaten viele, doch wem sagt der Name Johnny Häusler hier in Deutschland etwas? Eher nur denen, die sehr viel im Web unterwegs sind.). Auch in den wichtigen Blogs wie Nerdcore oder Spreeblick kümmert man sich zwar auch um Politik, doch viel Einfluss hatten deren Postings bisher allem Anschein auch nicht.

der Protest beginnt - auch offline

der Protest beginnt - auch offline


(Flickr-Direktlink/von Stephan Luckow)

Doch das ist jetzt anders. In den letzten Wochen haben sich viele in ihren Blogs, Tweets und sonstigen Kanälen gegenseitig motiviert, mobilisiert und informiert (schicke Schlagworte, nicht? ;-)). Immer wenn irgendein CDU-Politiker (vorzugsweise Schwiegersöhne von irgendwelchen Innenministern) wieder mal einen… nun sagen wir eher unqualifizierten Kommentar abgelassen hatte, war man innerhalb von Minuten auf dem Laufenden. So konnte man sich relativ einfach ein Bild von der Lage machen ohne alle Zeitungen, Blogs und weiß der Geier welche weiteren Quellen selbst im Auge zu behalten. Das erledigte man in der Community gemeinsam. Dadurch dass praktischerweise auch noch fast alle einer Meinung waren (und sind), war ein gegenseitiges Hochpushen zu beobachten und immer mehr Artikel in den (Online-)Zeitungen waren zu lesen über diese seltsamen Leute aus dem Paralleluniversum „Internet“, die plötzlich laut ihre Meinung sagten. Sogar eine Partei haben die, und sitzen schon in EU-Parlament (jaja, nicht die Deutschen, aber trotzdem) und Bundestag! Dadurch steigt natürlich wiederum das Selbstbewusstsein, auch die erfolgreiche Petition ist nicht unwesentlich daran beteiligt.
Der „politische Arm“ dieser Bewegung also (die Piraten) hat nun, so weit der Eindruck, den Onlinewahlkampf der Großparteien praktisch überflüssig gemacht (Welcher mit einer solchen Kampagne angesprochene Webuser wählt denn noch die Union oder die SPD? – Genau, fast niemand.). Wäre aber eh langweilig, jeden Tag die Pressemitteilungen auch noch bei Twitter zu lesen (oder was auch immer kommen mag). Natürlich hat die Piratenpartei kein Programm für die Regierung. Braucht sie auch nicht, da das Ziel lediglich ist, auf die Netzthemen aufmerksam zu machen und dafür zu sorgen, dass diese offen diskutiert werden. Programme können noch kommen und gehen, doch sollte man gerade am Anfang darauf achten, dass nicht Felder wie Wirtschaft oder so etwas abgedeckt werden. Hat nichts mit dem Web zu tun, spaltet die Mitglieder und zerstört allen Zusammenhalt, bevor es richtig losgehen kann.

Zensursula

Zensursula


(Flickr-Direktlink/von JaBB)

Nun ist das Gesetz durch den Bundestag, doch im Web bleibt die Stimmung, dass die Politik wieder mal alles falsch macht. Praktisch Murphys Law in Anwendung. Jetzt kommt der Teil, wo es heißt diese Stimmung langfristig durchzuhalten, weiterhin politische Kampagnen zu fahren (siehe die großartigen Ideen bei Netzpolitik.org) und mit den Piraten auch mal die „Normalbürger“ zu informieren, weiterhin gegen sinnloses zu demonstrieren und so weiter. Wenn das gelingt, werden wir bald auch eine einflussreiche Webcommunity haben sein, die mitredet, respektiert wird und schlimmeres verhindern kann. Dies muss zwar größtenteils erst noch geschehen, doch der erste Schritt ist getan: Man regt sich auf, redet über Politik und die traditionellen Medien schreiben über uns. Und das alles dank Zensursula.
Der größte Fehler den wir nun vor lauter Optimismus noch machen können ist uns zu überschätzen. Deswegen vergesst das bisher gelesene mal und lasst euch sagen:

Veröffentliche deine Meinung online und offline, gib nicht auf und mische dich ein!

Disclaimer: Eventuelle Populismen waren volle Absicht und wer welche entdeckt, darf sie gerne weiterverwenden 🙂

Programmer or "Serial Killer"?

Wer sich schon immer gefragt hat, ob er einen Programmierer von einem Mörder unterscheiden kann (was ja eine alltägliche und wirklich wichtige Frage ist – schließlich kann sie über Tod und Leben entscheiden) dem sei der Test von malevole.com empfohlen.

Ich konnte immerhin 8 von 10 Personen richtig erkennen:

Pretty good; it seems you know your JavaBeans from your favabeans, your slashers from your Slashdotters.

Programmierer oder Mörder

Bild Urheberrechte liegen bei luchoedu auf flickr.com

Warum ich jetzt Arch-Linux verwende

Aufmerksame Leser meiner Artikel oder meiner Tweets haben sicherlich schon bemerkt, dass ich vor ca. 1,5 Wochen von Ubuntu auf Arch-Linux umgestiegen bin. Und just zu dieser interessanten Zeit flattert mir eine Blogparade mit dem Thema „Erfahrungen beim Distributionswechsel“ zu, da mach ich doch gleich mal mit.

1. Hast du dich stark über andere Möglichkeiten informiert?
Nach längerer Lektüre von Wikipedia und Distrowatch (und der Werbung eines Arch-Users) habe ich mich für Arch entschieden, aber nicht ohne vorher u.a. Gentoo, Suse und Debian anzutesten. Insofern weiß ich jetzt über die meisten Systeme im Prinzip Bescheid und habe mich bewusst so entschieden. Allerdings ebenfalls nicht ohne es vorher auf einem alten Rechner testweise zu installieren.

2. Was war schlussendlich der Grund für den Umstieg?
Ich habe eine weitere Festplatte in meinen Rechner eingebaut und dort wollte ich ein komplett neues System einrichten. Außerdem war ich zuvor mit Ubuntu schon nicht mehr 100%ig zufrieden, da man auf teilweise relativ alten Programmen sitzt, KDE nicht ordentlich integriert ist und überhaupt kleine Konfigurationsprobleme auftauchten.

Arch-Linux-Logo

Arch-Linux-Logo


3. Was war vorher schöner, besser, schneller, toller?
Der größte Vorteil von Ubuntu ist seine Usability. Man muss es praktisch nur installieren und kann gleich loslegen zu arbeiten, deshalb lief es auch über 2 Jahre hier und war genial um die Grundlagen von GNU/Linux zu erlernen. Eine weitere (fast unschlagbare) Sache ist die riesige Community, die sehr gut organisiert und mit Ubuntuusers ein höchst hilfreiches und umfangreiches Dokumentations- und Hilfezentrum aufgebaut hat. Dies nutze ich teils auch noch unter Arch (speziell das Wiki), dort werden fast alle Probleme behoben und geklärt.

4. Was ist jetzt besser, schneller, schöner, toller?
Jetzt ist es aber so, dass ich mich einigermaßen mit Linux auskenne und Ubuntu manchmal Fehler hatte, daher kam dann der Wechsel. Die größten Vorteile von Arch sind das Rolling-Release-System, sprich aktuelle Software wird sofort ausgeliefert und nicht erst bei einem Upgrade auf die nächste Distributionsversion, die schnelle Bedienbarkeit über Konfigurationsdateien (nichts für Anfänger: Nehmt Ubuntu o.ä., sonst verzweifelt ihr!) und eine ebenfalls freundliche Community, die allerdings noch nicht so viel Dokumantation geschrieben hat. Außerdem läuft der Rechner subjektiv schneller und durch den aktuellen Kernel wird sogar meine TV-Karte (TechnoTrend 3200-S2) erkannt und läuft nativ. Als Highlight gibt es aber noch das „Arch User Repository“ (AUR), in dem Pakete, die von Benutzern erstellt werden (übrigens in einem relativ einfachen Vorgang) und über dieses Repository global zugänglich gemacht können. So gibt es dort einerseits Bulids für proprietäre Programme wie Google-Earth oder Adobe-Air andererseits Perlen der Open-Source-Entwicklung wie z.B. bb.
Ein einfaches

pacman -Syu

aktualisiert das komplette System; ein Komfort, den man nicht mehr missen möchte.

5. Bereust du deinen Umstieg?
Definitiv nicht, ich bin froh diesen getan zu haben und habe bereits bei der Installation schon wieder einiges über meine System gelernt.

6. Würdest du anderen diesen Umstieg empfehlen?
Jein. Ja für den Fall, dass man sich einigermaßen ohne GUI unter Linux bewegen kann, wenn man lernbereit ist und kleine Probleme verkraften (und lösen) kann, die bei der Installation auftreten können.
Nein für Einsteiger bei dem freien Betriebssystem oder solche, die lieber nicht so viel basteln sondern ein sofort funktionierndes System vor sich haben möchten.